Ethische Handlungsfelder der Heilpädagogik. Integration und Separation von Menschen mit geistigen Behinderungen
Verlag Peter Lang Bern 2011. ISBN 978-3-0343-0650-8
Soll man Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in den regulären Schulunterricht integrieren? Ist damit ihre Förderung und Schulung, auf die wir alle ein Anrecht haben, weiterhin gesichert? Sind eventuell nicht andere Modelle, über die zur Zeit kaum nachgedacht wird, sinnvoller? Diese und andere aktuelle Fragen über die Integration von kognitiv beeinträchtigten Kindern in die Regelschule werden in diesem Buch eingehend erörtert. Dabei geht es dem Autor insbesondere darum, ethische Gedankengänge, die in dieser Diskussion bis heute weitgehend aussen vor geblieben sind, darzulegen.
Der Integrations-Thematik ist der erste Teil des Buches gewidmet. Der zweite Teil nimmt die gerade in der Heil- und Sonderpädagogik weit verbreitete Meinung, dass die pränatale Diagnostik per se behindertenfeindlich sei, näher unter die Lupe. Es geht dabei um die Frage, ob die pränatale Diagnostik einer Aussonderung von behinderten Menschen Vorschub leistet.
Wie verhält es sich mit dem Dilemma, dass niemand sich ein behindertes Kind wünscht – sonst würde die pränatale Diagnostik ja nicht existieren –, man dieses aber nach der Geburt trotzdem annimmt?
Bestellen kann man das Buch online, u. a. direkt beim Verlag Peter Lang oder bei buchhandel.de
Visueller Eindruck – Geistige Behinderung – Gesellschaftliche Bedeutung. Eine empirische Studie über visuelle Eindrucksdeutung im sonderpädagogischen Bereich.

Athena Verlag Oberhausen 2002. ISBN 3-89896-110-9
Welche Macht hat das Bild eines Menschen über uns? Was spielt sich in unserem Kopf ab, wenn wir einem Menschen zum ersten Mal begegnen? Was verändert sich dabei, wenn wir glauben – auf Grund von welchen Anzeichen auch immer -, dass dieser Mensch als geistig behindert gilt? Verändert sich dann unsere Wahrnehmung und vor allem: Wie verändert sich unsere Haltung/unser Verhalten diesem Menschen gegenüber?
Erhältlich beim Verlag.
Judo – Ein erziehungstherapeutischer Weg

Verlag Meyer und Meyer. Aachen 2002. ISBN 3-89124-876-8
Ziel dieses Buchs ist es, unter Einbeziehung aller als so genannt behindert geltenden Gruppen, in Theorie und Praxis darzustellen, inwieweit und warum die Sportart Judo als therapeutisches Mittel besonders geeignet ist.
Im theoretischen Teil wird die erzieheruntsherapeutische Wirkung von Judo anhand eines vierfachen Begründungszusammenhangs dargestellt, wobei die vier Gebiete Rollentheorie, Psychomotorik, sportmotorische Eigenschaften und Philosophie behandelt werden. Das Buch zeigt auf, dass es nur durch die Zuhilfenahme dieser vier Gebiete möglich ist, jenen ganzheitlichen Begründungszusammenhang zu schaffen, der der Einheit von Psyche und Soma gerecht wird. Diesem theoretischen Teil ist ein einleitender Teil vorangestellt, der sich mit diversen sporttherapeutischen Untersuchungen allgemeiner Art auseinandersetzt.
Im Anschluss an den theoretischen Teil folgt die Darstellung unterschiedlicher Beiträge aus der Praxis, die ein Kaleisdoskop der möglichen Vielfalt der Anwendung von Judo mit verschiedenen Behindertengruppen aufzeigen und für den Leser Nachahmungscharakter haben sollen.
Abschliessend erhält der Leser methodische Hinweise, die dem Übungsleiter bzw. Judolehrer von Nutzen sein können.
Erhältlich bei Amazon.
Wir machen Judo

Mit Ulrich Klocke.
Verlag Dieter Born. Bonn 1999. ISBN 3-922006-18-3
Wir machen Judo ist ein Klassiker in der JUDO-Literatur und hat sich über Jahre hinweg als Standardwerk in Judo-Unterricht und Ausbildung von ÜbungsleiterInnen im DJB und seinen Landesverbänden bewährt.
Ralf Pöhler Vizepräsident im Deutschen Judo-Bund
Wir machen Judo ist ein aussergewöhnlich praktisches, in seiner Art wegweisendes Judobuch, welches ich jedem Judoka und Trainer nur empfehlen kann.
Michael Götz, Chef Departement Judo im Schweizer Judo und Ju-Jitsu Verband
Erhältlich beim Autor.
Zwischen allen Stühlen. Die Kontroverse zu Ethik und Behinderung.

Harald Fischer Verlag. Erlangen 1997. ISBN 3-89131-117-6
Riccardo Bonfranchi versammelt in diesem Band Beiträge zum Thema Ethik und Behinderung, insbesondere mit Blick auf die sogenannte Singer-Debatte.
Die Sonderpädagogik hat sich dieser Debatte bisher weitgehend verschlossen. Diese Haltung nimmt der Herausgeber zum Anlass, den inhaltlichen und sachlichen Dialog zwischen den betroffenen Fachgebieten einzufordern.
“Denkverbote”, sagt Bonfranchi, “lösen die Probleme nicht: Das Fluchtverhalten der Sonderpädagogik ist kontraproduktiv und hat den Stand der Diskussion um Jahre zurückgeworfen. Es gilt zu überlegen, warum sich die Sonderpädagogik so verhält."
Erhältlich beim Autor.
Löst sich die Sonderpädagogik auf?

Edition Schweizerische Zentralstelle für Heilpädagogik. Luzern 1997. ISBN 3-908263-43-3
Die Sonderpädagogik ist eine junge Wissenschaft, vergleicht man sie zum Beispiel mit der Medizin oder der Psychologie. So richtig zur Geltung gelangte sie erst nach dem 2. Weltkrieg, als ihr von der Gesellschaft bzw. von den massgebenden politischen Insanzen genügend Geld zur Verfügung gestellt wurde, um einen eigenen Apparat in Form von Lehrstühlen, Ausbildungsinstituten, Sonderschulen, Wohnheimen usw. aufzubauen. Sie gelangte so zu einem eigenen Selbstverständnis und etablierte sich neben den anderen anerkannten Disziplinen der Sozialwissenschaften.
Dieses Selbstverständnis ist nach Meinung des Autors massiv in Frage gestellt. Er versucht dies anhand der Darstellung von vier Argumentationssträngen zu belegen, nämlich:
- der Philosophie bzw. angelsächsischen Ethik
- der Biologie und Medizin (pränatale Diagnostik)
- ihr selbst (vgl. die Diskussion um Integration)
- der Ökonomie (vgl. Kosten-Nutzen-Analysen)
Alle diese Bereiche zielen – aus völlig unterschiedlichen Blickwinkeln – auf eine Auflösung der Sonderpädagogik hin, wie sie sich in den letzten Jahrzehnten in den westlichen Industrieländern abzuzeichnen scheint. Die Sonderpädagogik diskutiert sehr wohl einzelne dieser Bereiche, aber selten in ihrer Gesamtheit.
Der Autor unternimmt den Versuch, alle diese Bereiche auf ihre Bedeutung für die moderne Sonderpädagogik hin zu untersuchen und mögliche Konsequenzen aufzuzeigen.
Erhältlich beim Autor.
Wir können mehr als nur Schrauben verpacken… Der Einsatz des Computers bei Menschen mit geistiger Behinderung.

Edition Schweizerische Zentralstelle für Heilpädagogik für Heilpädagogik. Luzern 1995.
Der Einsatz des Computers erfährt bei Menschen mit einer geistigen Behinderung noch nicht die Bedeutung, die er haben könnte. Das ist eigentlich verwunderlich, weil der Einsatz des Computers in diesem Bereich, der sehr stark durch den Gedanken der (Einzel-)Förderung geprägt ist, besonders sinnvoll und nützlich sein kann.
Die Frage nach dem Stellenwert des Computers ergibt sich durch die Frage nach der Zielsetzung, der Planung und der anschliessenden methodischen Umsetzung. Zentrale Frage hierbei: Wie kann der Computer bei der Lern- und Bildungsförderung von Menschen mit geistiger Behinderung helfen? Damit ist ausgedrückt, dass der Computer helfen soll: Er steht im Dienst von irgend etwas bei irgend jemandem. Computereinsatz als Selbstzweck, als technische Spielerei würde zur Instrumentalisierung der Benutzer/innen führen: Der Computer kann, soll, darf nicht die Bezugspersonen behinderter Menschen (Eltern, Betreuer/innen, Helfer/innen) ersetzen. Die zwischenmenschliche Beziehung bleibt stets zentral.
Es gilt herauszufinden, wann der Computereinsatz sinnvoll ist, aber auch wo seine Grenzen liegen. Die Beiträge im vorliegenden Buch beleuchten diese Frage aus verschiedenen Blickwinkeln und kommen zum Schluss, dass sich der Computereinsatz bei Menschen mit geistiger Behinderung sehr wohl lohnen kann.
Zu Beginn des Buches werden grundsätzliche Überlegungen zum Computereinsatz bei geistig behinderten Menschen erörtert. Anschliessend werden konkrete Beispiele computerunterstützter Förderung detailliert dargestellt. Vervollständigt wird das Buch durch Artikel, welche ausgewählte, speziell geeignete Software beschreiben. Und schliesslich findet sich ein Adressenverzeichnis mit Hinweisen und Tipps für die Praxis.
Leider nicht mehr erhältlich.
Computer-Didaktik in der Sonderpädagogik.

Edition Schweizerische Zentralstelle für Heilpädagogik für Heilpädagogik. Luzern 1994 (2. Auflage). ISBN 3-908264-51-0
Der Computer hat in den letzten Jahren in den Sonderschulen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dies ist eine Auswirkung des gesellschaftlichen Prozesses, der Informatik als eine Schlüsseltechnologie bezeichnet. Da die Informatik alle Lebensbereiche mehr oder weniger stark durchdringt, entsteht die Notwendigkeit und damit die Legitimation, Informatik auch im Bereich der Sonderschulen im Unterricht einzuführen. Damit wiederum ergibt sich die Notwendigkeit, das Fach bzw. die Aktivität "Informatik", durchgeführt mit und am Computer, didaktisch zu durchleuchten. Welche Probleme dabei entstehen und wie sie von Praktikern bzw. innerhalb von Forschungsprojekten gelöst worden sind und welche Perspektiven sich für die Zukunft abzeichnen, darüber wird in diesem Buch ausführlich berichtet.
Didaktik muss ihre Ziele und Werte offen legen, sie muss die Inhalte, die Gegenstand des Unterrichts sind, die Methoden und Medien, die zur Anwendung gelangen, benennen. Antwort hierauf versucht der Autor im ersten Teil des Buches zu geben. Damit sind die vier grossen didaktischen Handlungsfelder benannt.
Im zweiten Teil des Buches untersucht der Autor die Fragestellung, wie es um die Anwendung des Computers – oder verwandter Maschinen – in den verschiedenen Behindertengruppen bestellt ist. Die umfangreiche Bibliographie vermittelt einen Eindruck über die Fülle des Materials, das heut e zu diesem Thema bereits zu finden ist.
Leider nicht mehr erhältlich.
Werkjahr und Berufsfindung. Wege beruflicher Integration lernschwacher Jugendlicher.

Schweizerische Zentralstelle für Heilpädagogik. Luzern 1989.
Die Berufsfindung nimmt im Leben lernschwacher Schüer eine Schlüsselstellung ein, denn eine gelungene Berufswahl bedeutet gesellschaftliche Integration und selbständige Lebensführung. Im Werkjahr als Abschlussklasse der Volksschule wird der Berufsfindungsprozess ganz den individuellen Anlagen, Möglichkeiten und Bedürfnissen des Schülers angepasst.
Leider nicht mehr erhältlich.
