Bücher

Phänomenologie der Geistigen Behinderung

Be-Kenntnisse eines Heilpädagogen

Die Förder- und Bildungsbedürfnisse von Menschen mit einer geistigen Behinderung sind sehr verschieden. An der Frage, was geeignete Fördermassnahmen sind, scheiden sich die Geister. Riccardo Bonfranchi kritisiert offen die im letzten Jahrzehnt zunehmend umgesetzte integrierte Sonderschulung von Kindern und Jugendlichen mit einer geistigen Behinderung. Er erkennt darin eine «Bagatellisierung von Behinderung» und wehrt sich in streitschriftartigen Texten gegen die «political correctness des sonderpädagogischen Mainstreams».

In seinen Be-Kenntnissen hinterfragt der Autor – oft auch polemisch – die Inklusion von Menschen mit einer geistigen Behinderung. Dabei sind für ihn ethische Fragen ebenso wichtig wie Erkenntnisse aus seiner langjährigen Erfahrung als Heilpädagoge. Ein besonderes Anliegen des Autors ist es, auch die Situation von Menschen mit schwerster und mehrfacher Behinderung zu beleuchten und ihre Situation aufzugreifen. Dieses Buch versammelt Meinungstexte, Kommentare, Gedankenexperimente
und kurze Streitschriften des promovierten Heilpädagogen zu Themen rund um geistige Behinderung wie Elternschaft, Förderformen oder Pränatale Diagnostik. Es richtet sich an heilpädagogische Fachpersonen, Studierende der Heil- oder Sozialpädagogik und Familienmitglieder von Menschen mit einer geistigen Behinderung.

2018, CHF 26.–
ISBN: 978-3-905890-32-7 (Bestellnummer: B293)

Stiftung Schweizer Zentrumfür Heil- und Sonderpädagogik

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Kaleidoskop der Impotenz

Wenn Männer schweigen

Kaleidoskop der InkompetenzImpotenz – ein Thema, über das niemand gern spricht, das aber viele Menschen betrifft. Dieses Buch nähert sich der Thematik auf vielfältige Weise, so dass jeder Leser seinen Zugang findet, der ihm besonders liegt. Über (populär) wissenschaftliche Texte, über literarische Textstellen oder über Witze, die immer wieder einmal zwischen die ernsthafteren Passagen eingestreut sind.

Impotenz kann organische, aber auch psychische Ursachen haben. Was letztere angeht, empfehlen die meisten Beiträge einen eher lockeren Umgang mit der Problematik. Die Angst vor dem ‚Versagen‘ führt meist zu weiterer Impotenz. Einfach zu akzeptieren, dass ‚es‘ manchmal eben nicht geht, kann sehr hilfreich sein.

R. G. Fischer Verlag
ISBN 978-3-8301-1732-2

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Studienbuch der geistigen Behinderung

Theoretische und praktische Aspekte für lebenslang von Behinderung Betroffene (Eltern) und professionell von Behinderung Betroffene (Heil- und Sozialpädagogen)

studienbuch

GRIN Verlag GmbH München 2013.
ISBN (eBook) 978-3-656-56005-0
ISBN (Buch)978-3-656-56004-3

Nach 40 Jahren ununterbrochener Auseinandersetzung mit dem Phänomen der geistigen Behinderung, lege ich hiermit mein Alterswerk vor.

Inhaltsverzeichnis (ohne Unterkapitel)
1 Einleitung
2 Was ist Heilpädagogik?
3 Grundlegende, theoretische Grundlagen zum Personenkreis ‚Menschen mit
schwerer geistiger und mehrfacher Behinderung’
4 Einige fachspezifische Grundlagen zur Basalen Stimulation
5 Einige Fakten und Überlegungen zur zukünftigen Entwicklung der Menschen mit
geistiger und mehrfacher Behinderung
6 Zusammenarbeit mit Angehörigen und weiteren Bezugspersonen
7 Ekel
8 Sexuelle Ausbeutung bei Menschen mit geistiger Behinderung
9 Psychotherapie und geistige Behinderung
10 Therapeutischer Kunstunterricht (TK) bei Menschen mit geistiger Behinderung
11 Sport als erziehungstherapeutischer Weg für geistig behinderte Kinder und
Jugendliche – dargestellt am Beispiel Judo
12 Musiktherapie bei Menschen mit geistiger Behinderung
13 Ergotherapie bei Menschen mit geistiger Behinderung
14 Der Einsatz des Computers bei Menschen mit einer geistigen Behinderung
15 Gestaltung der Freizeit bei Menschen mit geistiger Behinderung
16 Erwachsenenbildung für Menschen mit geistiger Behinderung
17 Qualitätsentwicklung in Schulen für Kinder und Jugendliche mit geistiger
Behinderung
18 Interdisziplinarität an einer Heilpädagogischen Schule
19 Eine Folge der pränatalen Diagnostik: Menschen mit Down-Syndrom sterben aus
20 Integration von Kindern mit einer geistigen Behinderung:
ein misslungenes Konzept
21 Wenn Mitarbeiter Gewalt an Menschen mit geistiger Behinderung ausüben
22 Burnout in der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung
23 Mitleid, eine ethische Haltung in der Heilpädagogik
24 Adoption von Kindern mit einer geistigen Behinderung
25 Fördersequenzen
26 Literatur zu Behinderung: Aus Betroffenheit geschrieben
27 Literatur

Das Buch kann direkt bei GRIN bestellt werden.

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Ethische Handlungsfelder der Heilpädagogik. Integration und Separation von Menschen mit geistigen Behinderungen

Ethische Handlungsfelder in der Heilpädagogik Verlag Peter Lang Bern 2011. ISBN 978-3-0343-0650-8

Soll man Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in den regulären Schulunterricht integrieren? Ist damit ihre Förderung und Schulung, auf die wir alle ein Anrecht haben, weiterhin gesichert? Sind eventuell nicht andere Modelle, über die zur Zeit kaum nachgedacht wird, sinnvoller? Diese und andere aktuelle Fragen über die Integration von kognitiv beeinträchtigten Kindern in die Regelschule werden in diesem Buch eingehend erörtert. Dabei geht es dem Autor insbesondere darum, ethische Gedankengänge, die in dieser Diskussion bis heute weitgehend aussen vor geblieben sind, darzulegen.

Der Integrations-Thematik ist der erste Teil des Buches gewidmet. Der zweite Teil nimmt die gerade in der Heil- und Sonderpädagogik weit verbreitete Meinung, dass die pränatale Diagnostik per se behindertenfeindlich sei, näher unter die Lupe. Es geht dabei um die Frage, ob die pränatale Diagnostik einer Aussonderung von behinderten Menschen Vorschub leistet.

Wie verhält es sich mit dem Dilemma, dass niemand sich ein behindertes Kind wünscht – sonst würde die pränatale Diagnostik ja nicht existieren –, man dieses aber nach der Geburt trotzdem annimmt?

Bestellen kann man das Buch online, u. a. direkt beim Verlag Peter Lang oder bei buchhandel.de

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Visueller Eindruck – Geistige Behinderung – Gesellschaftliche Bedeutung. Eine empirische Studie über visuelle Eindrucksdeutung im sonderpädagogischen Bereich.

Visueller Eindruck

Athena Verlag Oberhausen 2002. ISBN 3-89896-110-9

Welche Macht hat das Bild eines Menschen über uns? Was spielt sich in unserem Kopf ab, wenn wir einem Menschen zum ersten Mal begegnen? Was verändert sich dabei, wenn wir glauben – auf Grund von welchen Anzeichen auch immer -, dass dieser Mensch als geistig behindert gilt? Verändert sich dann unsere Wahrnehmung und vor allem: Wie verändert sich unsere Haltung/unser Verhalten diesem Menschen gegenüber?

Erhältlich beim Verlag.

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Judo – Ein erziehungstherapeutischer Weg

Judo – Ein erziehungstherapeutischer Weg

Verlag Meyer und Meyer. Aachen 2002. ISBN 3-89124-876-8

Ziel dieses Buchs ist es, unter Einbeziehung aller als so genannt behindert geltenden Gruppen, in Theorie und Praxis darzustellen, inwieweit und warum die Sportart Judo als therapeutisches Mittel besonders geeignet ist.

Im theoretischen Teil wird die erzieheruntsherapeutische Wirkung von Judo anhand eines vierfachen Begründungszusammenhangs dargestellt, wobei die vier Gebiete Rollentheorie, Psychomotorik, sportmotorische Eigenschaften und Philosophie behandelt werden. Das Buch zeigt auf, dass es nur durch die Zuhilfenahme dieser vier Gebiete möglich ist, jenen ganzheitlichen Begründungszusammenhang zu schaffen, der der Einheit von Psyche und Soma gerecht wird. Diesem theoretischen Teil ist ein einleitender Teil vorangestellt, der sich mit diversen sporttherapeutischen Untersuchungen allgemeiner Art auseinandersetzt.

Im Anschluss an den theoretischen Teil folgt die Darstellung unterschiedlicher Beiträge aus der Praxis, die ein Kaleisdoskop der möglichen Vielfalt der Anwendung von Judo mit verschiedenen Behindertengruppen aufzeigen und für den Leser Nachahmungscharakter haben sollen.
Abschliessend erhält der Leser methodische Hinweise, die dem Übungsleiter bzw. Judolehrer von Nutzen sein können.

Erhältlich bei Amazon.

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Wir machen Judo

Wir machen Judo

Mit Ulrich Klocke.
Verlag Dieter Born. Bonn 1999. ISBN 3-922006-18-3

Wir machen Judo ist ein Klassiker in der JUDO-Literatur und hat sich über Jahre hinweg als Standardwerk in Judo-Unterricht und Ausbildung von ÜbungsleiterInnen im DJB und seinen Landesverbänden bewährt.
Ralf Pöhler Vizepräsident im Deutschen Judo-Bund

Wir machen Judo ist ein aussergewöhnlich praktisches, in seiner Art wegweisendes Judobuch, welches ich jedem Judoka und Trainer nur empfehlen kann.
Michael Götz, Chef Departement Judo im Schweizer Judo und Ju-Jitsu Verband

Erhältlich beim Autor.

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Zwischen allen Stühlen. Die Kontroverse zu Ethik und Behinderung.

Zwischen allen Stühlen

Harald Fischer Verlag. Erlangen 1997. ISBN 3-89131-117-6

Riccardo Bonfranchi versammelt in diesem Band Beiträge zum Thema Ethik und Behinderung, insbesondere mit Blick auf die sogenannte Singer-Debatte.
Die Sonderpädagogik hat sich dieser Debatte bisher weitgehend verschlossen. Diese Haltung nimmt der Herausgeber zum Anlass, den inhaltlichen und sachlichen Dialog zwischen den betroffenen Fachgebieten einzufordern.

„Denkverbote“, sagt Bonfranchi, „lösen die Probleme nicht: Das Fluchtverhalten der Sonderpädagogik ist kontraproduktiv und hat den Stand der Diskussion um Jahre zurückgeworfen. Es gilt zu überlegen, warum sich die Sonderpädagogik so verhält."

Erhältlich beim Autor.

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Löst sich die Sonderpädagogik auf?

Löst sich die Sonderpädagogik auf?

Edition Schweizerische Zentralstelle für Heilpädagogik. Luzern 1997. ISBN 3-908263-43-3

Die Sonderpädagogik ist eine junge Wissenschaft, vergleicht man sie zum Beispiel mit der Medizin oder der Psychologie. So richtig zur Geltung gelangte sie erst nach dem 2. Weltkrieg, als ihr von der Gesellschaft bzw. von den massgebenden politischen Insanzen genügend Geld zur Verfügung gestellt wurde, um einen eigenen Apparat in Form von Lehrstühlen, Ausbildungsinstituten, Sonderschulen, Wohnheimen usw. aufzubauen. Sie gelangte so zu einem eigenen Selbstverständnis und etablierte sich neben den anderen anerkannten Disziplinen der Sozialwissenschaften.

Dieses Selbstverständnis ist nach Meinung des Autors massiv in Frage gestellt. Er versucht dies anhand der Darstellung von vier Argumentationssträngen zu belegen, nämlich:

  1. der Philosophie bzw. angelsächsischen Ethik
  2. der Biologie und Medizin (pränatale Diagnostik)
  3. ihr selbst (vgl. die Diskussion um Integration)
  4. der Ökonomie (vgl. Kosten-Nutzen-Analysen)

Alle diese Bereiche zielen – aus völlig unterschiedlichen Blickwinkeln – auf eine Auflösung der Sonderpädagogik hin, wie sie sich in den letzten Jahrzehnten in den westlichen Industrieländern abzuzeichnen scheint. Die Sonderpädagogik diskutiert sehr wohl einzelne dieser Bereiche, aber selten in ihrer Gesamtheit.

Der Autor unternimmt den Versuch, alle diese Bereiche auf ihre Bedeutung für die moderne Sonderpädagogik hin zu untersuchen und mögliche Konsequenzen aufzuzeigen.

Erhältlich beim Autor.

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Wir können mehr als nur Schrauben verpacken… Der Einsatz des Computers bei Menschen mit geistiger Behinderung.

Wir können mehr als nur Schrauben verpacken

Edition Schweizerische Zentralstelle für Heilpädagogik für Heilpädagogik. Luzern 1995.

Der Einsatz des Computers erfährt bei Menschen mit einer geistigen Behinderung noch nicht die Bedeutung, die er haben könnte. Das ist eigentlich verwunderlich, weil der Einsatz des Computers in diesem Bereich, der sehr stark durch den Gedanken der (Einzel-)Förderung geprägt ist, besonders sinnvoll und nützlich sein kann.

Die Frage nach dem Stellenwert des Computers ergibt sich durch die Frage nach der Zielsetzung, der Planung und der anschliessenden methodischen Umsetzung. Zentrale Frage hierbei: Wie kann der Computer bei der Lern- und Bildungsförderung von Menschen mit geistiger Behinderung helfen? Damit ist ausgedrückt, dass der Computer helfen soll: Er steht im Dienst von irgend etwas bei irgend jemandem. Computereinsatz als Selbstzweck, als technische Spielerei würde zur Instrumentalisierung der Benutzer/innen führen: Der Computer kann, soll, darf nicht die Bezugspersonen behinderter Menschen (Eltern, Betreuer/innen, Helfer/innen) ersetzen. Die zwischenmenschliche Beziehung bleibt stets zentral.

Es gilt herauszufinden, wann der Computereinsatz sinnvoll ist, aber auch wo seine Grenzen liegen. Die Beiträge im vorliegenden Buch beleuchten diese Frage aus verschiedenen Blickwinkeln und kommen zum Schluss, dass sich der Computereinsatz bei Menschen mit geistiger Behinderung sehr wohl lohnen kann.

Zu Beginn des Buches werden grundsätzliche Überlegungen zum Computereinsatz bei geistig behinderten Menschen erörtert. Anschliessend werden konkrete Beispiele computerunterstützter Förderung detailliert dargestellt. Vervollständigt wird das Buch durch Artikel, welche ausgewählte, speziell geeignete Software beschreiben. Und schliesslich findet sich ein Adressenverzeichnis mit Hinweisen und Tipps für die Praxis.

Leider nicht mehr erhältlich.

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Computer-Didaktik in der Sonderpädagogik.

Computer-Didaktik in der Sonderpädagogik

Edition Schweizerische Zentralstelle für Heilpädagogik für Heilpädagogik. Luzern 1994 (2. Auflage). ISBN 3-908264-51-0

Der Computer hat in den letzten Jahren in den Sonderschulen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dies ist eine Auswirkung des gesellschaftlichen Prozesses, der Informatik als eine Schlüsseltechnologie bezeichnet. Da die Informatik alle Lebensbereiche mehr oder weniger stark durchdringt, entsteht die Notwendigkeit und damit die Legitimation, Informatik auch im Bereich der Sonderschulen im Unterricht einzuführen. Damit wiederum ergibt sich die Notwendigkeit, das Fach bzw. die Aktivität "Informatik", durchgeführt mit und am Computer, didaktisch zu durchleuchten. Welche Probleme dabei entstehen und wie sie von Praktikern bzw. innerhalb von Forschungsprojekten gelöst worden sind und welche Perspektiven sich für die Zukunft abzeichnen, darüber wird in diesem Buch ausführlich berichtet.

Didaktik muss ihre Ziele und Werte offen legen, sie muss die Inhalte, die Gegenstand des Unterrichts sind, die Methoden und Medien, die zur Anwendung gelangen, benennen. Antwort hierauf versucht der Autor im ersten Teil des Buches zu geben. Damit sind die vier grossen didaktischen Handlungsfelder benannt.

Im zweiten Teil des Buches untersucht der Autor die Fragestellung, wie es um die Anwendung des Computers – oder verwandter Maschinen – in den verschiedenen Behindertengruppen bestellt ist. Die umfangreiche Bibliographie vermittelt einen Eindruck über die Fülle des Materials, das heut e zu diesem Thema bereits zu finden ist.

Leider nicht mehr erhältlich.

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Werkjahr und Berufsfindung. Wege beruflicher Integration lernschwacher Jugendlicher.

Werkjahr und Berufsfindung

Schweizerische Zentralstelle für Heilpädagogik. Luzern 1989.

Die Berufsfindung nimmt im Leben lernschwacher Schüer eine Schlüsselstellung ein, denn eine gelungene Berufswahl bedeutet gesellschaftliche Integration und selbständige Lebensführung. Im Werkjahr als Abschlussklasse der Volksschule wird der Berufsfindungsprozess ganz den individuellen Anlagen, Möglichkeiten und Bedürfnissen des Schülers angepasst.

Leider nicht mehr erhältlich.

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